Ziele

Die bildgebende Diagnostik stellt einen wichtigen Teil medizinischtechnischer Innovationen dar und wird sowohl für die präklinische Entwicklung von Therapeutika als auch im Rahmen der Patientenversorgung intensiv eingesetzt. Insbesondere die molekulare Bildgebung, die es ermöglicht, biologische und zelluläre Phänomene auf molekularem Niveau nichtinvasiv darzustellen, wird es in Zukunft erlauben, die Aussagekraft präklinischer Studien zu erhöhen und die Zahl klinisch scheiternder Behandlungsansätze zu vermindern. Dies schafft die Voraussetzung, neue Pharmazeutika effizienter zu entwickeln und deren Anwendung am Patienten zu personalisieren.

Ziel ist daher der Aufbau eines bisher einzigartigen Forschungssatelliten für die beschleunigte Umsetzung neuer Tumorbehandlungskonzepte. Hierbei werden vier wesentliche Komponenten der präklinischen Tumorforschung vereinigt:

1) Spezialisierte tierexperimentelle Plattform, welche die Testung neuer Behandlungskonzepte für die klinische Erprobung durch spezifische Beratungsleistungen unterstützt und pharmakokinetische und toxikologische Untersuchungen (angelehnt an GLP) als Service anbietet.

2) Molekulare Bildgebung mit Entwicklung hoch innovativer Spitzentechnologien (u.a. PET-Insert für die Magnetresonanztomographie sowie trimodaler photoakutischer Scanner).

3) Entwicklung molekularer Sonden und Diagnostika (auf Peptid- und Antiköperbasis, neue Kontrastmittel).

4) eine Informationstechnologie-Plattform zur Vernetzung der o.g. Bereiche (mit umfassender Datenbank, workflowbasiertem Studieneditor, Werkzeugen zur quantitativen Bildauswertung und der Möglichkeit zur intelligenten Informations­extraktion).


Bei der Konzeption molekularer Sonden und Bildgebungsgeräte sowie der softwaretechnischen Umsetzung wird besonderer Wert auf klinische Anwendbarkeit gelegt, was den Ausbau der Infrastrukturen für klinische Prüfungen ermöglichen wird. Die präklinische Bildgebungsplattform wird durch die optimierten und standardisierten Abläufe sowie die integrierte Spitzentechnologie sowohl für die Akademia als auch für die Industrie attraktiv. Durch diese Serviceeinheit können präklinische Pharmazeutikastudien im Vergleich zu heute professioneller, kostengünstiger und mit signifikant geringeren Versuchstierzahlen durchgeführt werden.